Die Sitzknochenbreite ist der Wert, der deinen Sattel entscheiden sollte — mehr als Marke, mehr als Polsterung, mehr als das Aussehen. Deine zwei Sitzknochen sollen dein Gewicht tragen; ein Sattel funktioniert nur, wenn er breit genug ist, um sie auf seiner Struktur zu stützen statt auf dem Weichgewebe. Du arbeitest direkt mit mir, Lloyd Thomas.
Was die Sitzknochenbreite ist
Am unteren Becken sitzen zwei knöcherne Punkte, die Sitzbeinhöcker, die beim Sitzen nach unten drücken. Der Abstand zwischen ihnen ist deine Sitzknochenbreite, und er unterscheidet sich stark zwischen Fahrern. Der stützende Bereich eines Sattels muss unter diesen zwei Punkten liegen. Tut er das, geht die Last durch den Knochen; tut er es nicht, geht die Last durch Weichgewebe, das dafür nie gedacht war — und genau da beginnen Taubheit und Schmerz.
Wie sie gemessen wird
Das Prinzip ist einfach: erfassen, wo die zwei Sitzknochen drücken, und den Abstand von Mitte zu Mitte ablesen.
- ein Abdruck auf Memory-Pad, Messgel oder gleichwertigem Werkzeug
- die zwei klaren Druckpunkte ablesen, von Mitte zu Mitte gemessen
- im Fit kombiniert mit deiner echten Sitzhaltung auf dem Rad, nicht nur aufrecht
Genau der letzte Punkt zählt. Wenn du dich in die Fahrposition nach vorn drehst, verschiebt sich die Kontaktfläche — die Zahl vom aufrechten Pad ist also ein Startpunkt, nicht die ganze Antwort.
Warum Breite wichtiger ist als Weichheit
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Zu schmal: die Sitzknochen rutschen von der stützenden Schale aufs Weichgewebe
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Zu breit: die Kanten scheuern im Tretzyklus an der Innenseite der Oberschenkel
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Zu weich: die Polsterung wird komprimiert und drückt ins Weichgewebe, statt Knochen zu stützen
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Richtige Breite und Form: das Gewicht geht durch die Sitzknochen, wo es hingehört
Wo das in deine Entscheidung passt
Wenn ein Sattel wehtut, ist die Sitzknochenbreite eines der ersten Dinge, die man prüft — die falsche Breite lässt sich nicht allein mit Polster oder Neigung beheben. Ein Fit misst sie direkt und liest sie gegen deine Sitzhaltung, damit die Sattelwahl auf Unterstützung beruht und nicht auf Vermutung.